Hochsaison: Streik der spanischen Fluglotsen abgewendet - DER SPIEGEL
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Hochsaison Streik der spanischen Fluglotsen abgewendet

Spanienreisende können aufatmen: Die Fluglotsen haben ihre Streikdrohung zurückgezogen. Eigentlich hätten sie dieser Tage ihre Arbeit niedergelegt - und damit wohl mitten in der Hauptsaison ein Chaos auf Flughäfen im ganzen Land ausgelöst.
Maschinen der spanischen Fluggesellschaft Iberia: Fluglotsen arbeiten weiter
Maschinen der spanischen Fluggesellschaft Iberia: Fluglotsen arbeiten weiter

Maschinen der spanischen Fluggesellschaft Iberia: Fluglotsen arbeiten weiter

Foto: Victor R. Caivano/ AP
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Madrid - Mit einer "Geste des Einlenkens" will die spanische Fluglotsengewerkschaft USCA die Flughafenbehörde AENA zu neuen Verhandlungen über ein Tarifabkommen bewegen. Die USCA entschied am Dienstag in Madrid, dass ihre Mitglieder im August nicht wie angekündigt in den Streik treten werden.

Die Fluglotsen hatten in der vorigen Woche in einer Urabstimmung fast einstimmig beschlossen, aus Protest gegen eine Neuregelung der Überstunden und der Ruhezeiten die Arbeit niederzulegen. Sie ließen jedoch offen, wann der Streik beginnen und wie lange er dauern soll. Die Flughafenbehörde nahm Verhandlungen mit der Lotsengewerkschaft auf, um einen Streiks mitten in der Reisezeit noch abzuwenden.

Die Gespräche wurden am Wochenende ausgesetzt. Die AENA bestand darauf, dass die Lotsen ihren Streikbeschluss zurücknahmen. Der Gewerkschaftssprecher betonte, mit dem Verzicht auf einen Streik im August hätten die Fluglotsen Rücksicht auf die Belange der Tourismusbranche in Spanien genommen. Man wolle Verantwortungsbewusstsein zeigen und nicht während der Urlaubszeit vom Streikrecht Gebrauch machen.

Die Branchenverbände hatten darauf hingewiesen, dass aufgrund der anhaltenden Ungewissheit viele Urlauber Reiseziele außerhalb Spaniens ansteuerten. Nach Angaben des Hoteliersverbandes CEHAT brachte die Streikdrohung der Branche pro Tag Verluste von 40 Millionen Euro ein. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Spanien. Er steuert etwa elf Prozent zum Bruttosozialprodukt bei.

can/dpa/AFP