ICE-Tunnels Schwere Sicherheitsmängel
Mainz - In den Tunnels gebe es weder eine zweite Röhre zum besseren Zugang für Rettungsdienste noch geeignete Schutzräume zur Flucht bei Katastrophenfällen, berichtet das ZDF. Außerdem fehle eine sichere Notstromversorgung und im Fall eines Brandes sei die Versorgung mit Löschwasser nicht ausreichend gewährleistet, hieß es weiter.
Der Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg, Roland Hühn von der SPD, sagte dem ZDF, zur Behebung dieser Mängel genügten häufig bereits "kleinere Maßnahmen, die nicht viel kosten und unproblematisch umgesetzt werden könnten, wenn die Bahn nur wollte".
Zur Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn AG und den staatlichen Katastrophenschutzstellen sagte Hühn: "Wir mussten leider feststellen, dass die Bahn die Zusammenarbeit sehr einseitig sieht, von uns immer etwas erwartet, aber selbst nichts tun will, um Verbesserungen der Sicherheit zu erreichen."
Ein Bahnsprecher sagte dazu, die Tunnelanlagen der ICE-Strecke entsprächen den gültigen Richtlinien des Eisenbahnbundesamtes. Das Bahnpersonal sei besonders geschult, um Brände erst gar nicht entstehen zu lassen. Jeder Wagen sei mit zwei Feuerlöschern ausgerüstet. Sechs Spezialzüge stünden jederzeit zur Brandbekämpfung bereit.