Luftfahrt Anschläge erschüttern Flugverkehr
Erfurt - Wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) in Erfurt mitteilte, ging die Zahl der Passagiere auf deutschen Flughäfen im Oktober um 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Das Aufkommen auf Strecken über den Nordatlantik sei um mehr als ein Drittel zurückgegangen; der innereuropäische Verkehr verlor 8,2 Prozent.
Insgesamt werde in diesem Jahr mit einem Rückgang des Passagieraufkommens um 2,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 gerechnet. Dabei war noch im ersten Halbjahr 2001 das Fluggastaufkommen auf den 18 internationalen Verkehrsflughäfen um 1,7 Prozent auf insgesamt 68,8 Millionen Passagiere angestiegen, wie der Vorsitzende des ADV-Verwaltungsrats, Ulrich Mehlmann, mitteilte.
Am stärksten wuchsen den Angaben zufolge mit 3,6 Prozent die Passagierzahlen im Verkehr mit europäischen Ländern, im außereuropäischen Bereich beliefen sich die entsprechenden Steigerungsraten auf 1,8 Prozent. Nach den Anschlägen sei die Kurve der Verkehrsleistungen wie beim Aktienkurs in den Keller gerutscht, sagte Mehlmann. Die Luftfracht nahm im Oktober um 7,9 Prozent ab und das Luftpostaufkommen sank um 3,4 Prozent.
Wenn der Passagier- und der Frachtverkehr nicht zunehme, müsse mit deutlichen Sparmaßnahmen gerechnet werden, sagte Mehlmann. Der ADV gehe aber davon aus, dass die verschärften Sicherheitsmaßnahmen das Vertrauen in den Luftverkehr wieder herstellen und zu steigendem Fluggastaufkommen führen werde, sagte Mehlmann. Die aktuellen Zahlen vom November ließen bereits Hoffnung aufkeimen, so dass man mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2002 gehen könne.