Miles & More: Lufthansa muss Prämien streichen - DER SPIEGEL
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Miles & More Lufthansa muss Prämien streichen

Die Lufthansa muss ihr "Miles & More"-Programm neu sortieren. Der Verein gegen das Unwesen im Handel und Gewerbe hat der Fluglinie die Verteilung von Golfschlägern und teuren Uhren an treue Fluggäste verbieten lassen.
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Köln - In einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Landgerichts Köln untersagten die Richter der 31. Zivilkammer der Linienfluggesellschaft die edlen Sonderprämien. Alles, was nichts mit Fliegen zu tun hat, hat danach in dem Prämienkatalog nichts zu suchen. Dazu gehört sowohl das BMW-Fahrer-Training als auch das hochwertige Schnurlos-Telefon. Auch mit teuren Titanuhren oder Leihwagen dürfen Vielflieger nicht mehr gelockt werden.

Nach Überzeugung der Kölner Richter verstoßen die Lufthansa-Prämien gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. "Die Lufthansa stellt ihren Kunden mit ihren Erlebnis- und Sachprämien Vergünstigungen in Aussicht, die nach Wert, Art und Verwendungsmöglichkeit geeignet sind, die Kunden unter Ablenkung von Qualität und Preiswürdigkeit ihres Leistungsangebots bei der Auswahl des Flugunternehmens in unsachlichem Maße zu ihren Gunsten zu beeinflussen", so das Credo der Richter.

Das Urteil erging auf die Klage des in Köln ansässigen Vereins gegen das Unwesen in Handel und Gewerbe, zu dessen Mitgliedern unter anderen der Reiseveranstalter OLIMAR und die TUI-Gruppe zählen. TUI ist als Holding an zahlreichen führenden Reiseveranstaltern und auch der Fluggesellschaft Hapag-Lloyd beteiligt. Gegen das Urteil sind noch Rechtsmittel möglich. (Az.: 31 O 438/00)