Via Alpina: Immer dem Adler nach - DER SPIEGEL
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Via Alpina Immer dem Adler nach

5000 Kilometer lang wird im nächsten Jahr eine einheitliche Wegmarkierung durch acht Alpenländer führen: ein stilisierter Berg mit Adler. Von Triest an der Adria bis Monaco am Mittelmeer quert der Wanderer auf der Via Alpina 40 Nationalparks und Naturreservate.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Im internationalen "Jahr der Berge 2002" nimmt die Idee der Via Alpina Formen an. Ziel des Längswanderweges durch die Alpen ist nicht nur Fitness für Körper und Geist - etliche Kunst- und Kulturschätze liegen an der Route -, sondern vor allem die Förderung des sanften Tourismus.

Im Grunde gibt es die "Via Alpina" schon - etwa 5000 Kilometer Wegstrecke meist unterhalb der 3000-Meter-Grenze, die von ausdauernden Bergwanderern zu schaffen sind. Doch erst ab Sommer 2003 soll die "Via Alpina" einheitlich markiert sein: mit einem Emblem, das einen stilisierten Berg samt Adler darstellt. Dessen rechte Schwinge ist farbig ausgefüllt: rot für die Hauptroute, violett, gelb und grün für Varianten.

Die Idee für diesen völkerverbindenden Weg kommt aus Frankreich. Seit Ende der neunziger Jahre warb Noél Lebel von der Vereinigung der französischen Wandervereine bei den restlichen Alpenländern von Italien bis Slowenien für seine Vision. In Deutschland hat der Deutsche Alpenverein (DAV) die Kompetenz für das Projekt.

Insgesamt rund 150.000 Euro wurden dafür zur Verfügung gestellt. Die Hälfte davon wird von der EU getragen, die andere vom DAV, vom bayerischen Umweltministerium und von Kommunen, die der deutsche Anteil der "Via Alpina" berührt.