VW-Käfer-Bett Schlaftrunken im Auto
"Cheap, deep, sleep" wirbt das Jugendhotel auf seiner Internetseite für seine Unterkunft. Und tatsächlich kann man in dem Haus in der Skalitzer Straße ab 25 Mark übernachten. Im Schlafsaal mit dem Käfer-Bett - der für insgesamt acht Personen konzipiert ist - kostet die Übernachtung 27 Mark. Als besonderer Service kann bei der Bettwäschen-Farbe zwischen einem Rosaton und blauen Bezügen gewählt werden.
Beide dürften gut ins Käfer-Bett passen. Das Auto, es handelt sich um einen VW Käfer 1200 aus dem Baujahr 1973, stammt von Hotel-Mitarbeiterin Petra Rusche. "Lila Sause" nennt sie das Vehikel, das ihr erstes Auto war.
Um den Wagen vor dem Schicksal Schrottpresse zu bewahren, schlug sie vor, die Karosse als extravagantes Bett im Hotel zu nutzen. Der Haken an dem Einfall war allerdings, dass der Käfer nicht mehr fahrbereit war und auf anderen als den eigenen Räder von Soltau nach Berlin geschafft werden musste.
Der Transport wurde von Volkswagen übernommen. Das Unternehmen fand derart Gefallen an der Bett-Idee, dass es sich auch an den Kosten für den Kran beteiligte. Der war nötig, um den Käfer in den zweiten Stock zu hieven, wo er nun auf müde und autophile Berlin-Bummler wartet.