"Kathedrale im Nirgendwo": Zaha-Hadid-Bahnhof eingeweiht
Dauerbauprojekt Zaha-Hadid-Bahnhof bei Neapel eingeweiht
Eröffnet werden sollte der 400 Meter lange Megabahnhof bei Neapel eigentlich schon vor acht Jahren. Nun war es nach langen Querelen endlich soweit: Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni würdigte am Dienstag das schimmernde Bauwerk der im vergangenen Jahr verstorbenen Architektin Zaha Hadid.
Von kommendem Sonntag an sollen am Bahnhof in Afragola die ersten Hochgeschwindigkeitszüge auf der Nord-Süd-Achse rollen. An dem 400 Meter langen, schlangenförmigen Megabahnhof wird seit 2003 gebaut, allein für die erste Bauphase wurden rund 60 Millionen Euro veranschlagt. Die zweite Bauphase soll erst 2022 abgeschlossen sein.
"Kathedrale im Nirgendwo": Zaha-Hadid-Bahnhof eingeweiht
Kritiker nannten den futuristischen Bahnhof bereits eine "Kathedrale im Nirgendwo", weil eine gute Anbindung an die Millionenstadt Neapel fehle. Italienische Medien bemerkten zudem, dass der Bahnhof schon viermal zuvor eine Art von "Einweihung" erfahren habe. Der Bürgermeister der Stadt Afragola sprach einst von einem "verlassenen Raumschiff".