Dienstag, 15. April Absturz der Computer
Die Mitglieder der Jubiläumsexpedition erreichten als 20. Team von 22 das Basislager am Fuß des Khumbu-Gletschers - die besten Zeltplätze sind schon weg, aber die Stimmung ist gut: Bisher hat niemand gesundheitliche Probleme. Der Weg von Lobuche zum Ausgangspunkt der meisten Everest-Besteigungen führte über das Geröll einer Seitenmoräne des Khumbu-Gletschers. Hunderte von Bergsteigern, Sherpa, Ärzten und Begleiter bevölkern die provisorische Stadt, so viele Expeditionen wie nie zuvor wollen im 50. Jahr der Erstbesteigung den höchsten Punkt der Welt erklimmen - und die Medien sind dabei.
Die Journalisten kämpfen jedoch gemeinsam mit einem Problem: Die Hälfte der mitgeschleppten Computer schafften die Akklimatisierung anscheinend nicht so gut wie die Bergsteiger, auf Grund der Kälte und Feuchtigkeit in über 5000 Meter Höhe sind sie nicht mehr funktionsfähig. Auch die E-Mail-Verbindung zu SPIEGEL-ONLINE-Autor Oliver Häußler ist daher abgerissen. Morgen will das Jubiläumsteam den letzten, noch nicht ganz zusammengebrochenen Laptop neu konfigurieren und einen neuen Kommunikationsversuch mit Hamburg starten.
Still ist es hier, hoch in den Bergen des Himalajas, nicht. Hubschrauber landen und starten und versorgen die 700 bis 800 Camper mit allem, was nicht auf den Rücken der Sherpa und Yaks in das Basislager getragen werden konnte. Aber kalt ist es am Gletscher, und jeden Morgen bedecken erneut zehn Zentimeter Neuschnee die Nylonhaut der Kuppelzelte.