Tourismuswerbung Fidschi-Inseln blamieren sich mit Video
Der Versuch, ausländischen Touristen die Landessprache näherzubringen, ist auf den Fidschi-Inseln gründlich daneben gegangen. Der Fremdenverkehrsverband des Pazifikstaats, Fiji Tourism, brachte für eine neue Imagekampagne ein Video mit den wichtigsten Begriffen auf Fidschi heraus, in dem Toilette mit dem Wort "Vale ni Lotu" übersetzt wurde. Dazu erläuterte ein freundlicher Insulaner auch noch die korrekte Aussprache. Tatsächlich bedeutet "Valu ni Lotu" aber keineswegs Klo, sondern Gotteshaus oder Kirche.
Nach heftigen Protesten zog der Verband das Video inzwischen zurück und entschuldigte sich am Mittwoch dafür. Der Fehler wurde mit einem Missverständnis in der Grafik-Abteilung erklärt.
We would like to apologise for an incorrect translation of an iTaukei word which was posted within a video earlier. We sincerely regret any offence this post may have caused our fellow Fijians. pic.twitter.com/cvEEBKezKX
— Tourism Fiji (@TourismFiji) April 25, 2018
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Trotzdem ließ die Kritik nicht nach. Die Oppositionsführerin Ro Teimumu Kepa twitterte empört: "Eine große Beleidigung für die ersten Siedler dieses Landes und für das Volk von Fidschi."
Outraged & disgusted that an organization like Tourism Fiji would allow the release of a promotional video on their social media platforms without proper vetting or proof reading. A gross insult and humiliation to the first settlers of this country & the people of Fiji.
— Ro Teimumu Kepa (@RoTeimumuKepa) April 25, 2018
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Auf den Fidschi-Inseln leben knapp 900.000 Menschen. Davon gehört mehr als die Hälfte zur indigenen Bevölkerung, den iTaukei. Ihre Sprache ist neben Englisch und Hindustani auch offizielle Amtssprache. Der Fremdenverkehr gehört zu den wichtigsten Geldquellen.