Libyen: Ferien im Lande Gaddafis - DER SPIEGEL
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Libyen Ferien im Lande Gaddafis

Die Annäherung des einstigen "Schurkenstaates" an den Westen macht weitere Fortschritte. Um sowohl ausländische Investoren als auch Privatleute an die sonnigen Strände des südlichen Mittelmeers zu locken, schloss das staatliche Touristik-Unternehmen Farwa ein Abkommen mit dem Mailänder Konsortium Gruppo Norman.
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Hamburg - Die Italiener wollen die Insel Farwa nahe der Grenze zu Tunesien touristisch erschließen und den größten Hotelkomplex des Landes errichten - eine Anlage für 3800 Urlauber. Gruppo Norman rechnet mit der Fertigstellung des knapp 200 Millionen Euro teuren Resorts, eines der größten libyschen Projekte außerhalb der Ölbranche, in fünf bis sechs Jahren.

Das Regime von "Bruder Oberst" Muammar al-Gaddafi betrachtet den Tourismus als wichtigen Wachstumsfaktor und möchte die ölabhängige Wirtschaft diversifizieren. Nicht einmal 200.000 Feriengäste reisten bisher jährlich in den arabischen Staat - hauptsächlich um die Ruinen der antiken Städte Leptis Magna und Cyrene sowie die im Zweiten Weltkrieg umkämpften Schlachtfelder von Tobruk zu besuchen.