Los Angeles: Auf den Weg des Ruhms - DER SPIEGEL
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Los Angeles Auf den Weg des Ruhms

Wer Amerikas Reiche und Schöne treffen will, kommt an der Megacity im Süden Kaliforniens nicht vorbei. Doch auch in Los Angeles ist Promi-Spotten eher Glückssache. Ihre Zeit können Besucher derweil in den imposanten Museen, trendigen Cafés oder angesagte Clubs verbringen.
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Los Angeles - Wer zum Sightseeing nach Los Angeles kommt, sollte vor allem eines mitbringen: Zeit. Denn die unzähligen Sehenswürdigkeiten der Metropole am Pazifik sind über das Stadtgebiet verteilt. Und das ist groß: Im Großraum L.A. leben fast 18 Millionen Menschen, die Stadtfläche ist ungefähr zweimal so groß wie das Ruhrgebiet.

Zweifellos ist Los Angeles das Mekka für alle Kinofreaks. Seit gut einem Jahrhundert werden in den Filmfabriken von Hollywood Blockbuster am Fließband produziert, die weltweit regelmäßig Milliarden einspielen. Und da deren Hauptdarsteller einen kurzen Weg zur Arbeit lieben, ist L.A. auch gleichzeitig die Wahlheimat der meisten Filmstars. Wer Amerikas Reiche und Schöne treffen will, kommt an der Megacity im Süden Kaliforniens nicht vorbei.

West Hollywood glänzt als neues Trendviertel

Man muss allerdings Glück haben, um die Stars im Original zu Gesicht zu bekommen. Nur selten lassen sie sich außerhalb ihrer sündhaft teuren Villen von Beverly Hills sehen, die von Sicherheitsdiensten weiträumig abgeschirmt werden. Dagegen ist auf dem Walk of Fame hautnaher Kontakt garantiert: Ob Frank Sinatra, John Wayne oder Mickey Mouse, auf den im Asphalt eingelassenen Denkmälern entlang des Hollywood Boulevards liegen einem die "Celebrities" wahrhaft zu Füßen.

Die trendigen Viertel im Westen der Stadt locken nicht nur die Fans des Showbusiness an. Szeneläden und Cafés sowie angesagte Restaurants und Clubs gibt es hier en masse. Dies war nicht immer so: Noch bis vor wenigen Jahren waren die Straßen West Hollywoods vor allem ein Pflaster für Prostitution und Drogenhandel. Erst massive Polizeipräsenz änderte dies. Seitdem blüht das Viertel auf, werden Fassaden renoviert und neue Shopping Malls errichtet. Nach dem Einkaufen kann man am Strand von Venice oder bei einer Spa-Behandlung im Beverly Hilton Hotel entspannen.

Ebenfalls im Westen liegt das Gros der Museen. Im George C. Page Museum sind die Knochen derjenigen ausgestellt, die lange vor den Filmstars Hollywood bewohnten: Mammuts, Säbelzahntiger und Urwölfe. Ein Muss für Kunstliebhaber sind das Getty Center in den Bergen von Santa Monica und die wiedereröffnete Getty Villa in Malibu. Die beiden imposanten Museen aus dem Erbe des milliardenschweren Ölmagnaten John Paul Getty beherbergen Hunderte Kunstschätze von der Antike bis zur Gegenwart. Big Deal: Der Eintritt ist jeweils frei.

Touristen erkunden Downtown L.A. zu Fuß

Auch Downtown, Finanzdistrikt und historischer Stadtkern von L.A., hat einiges zu bieten. Wer nicht auf Anhieb weiß, wo Downtown liegt, hält am besten nach den höchsten Wolkenkratzern der Stadt im Osten Ausschau. Dort sind neben den Skyscrapern noch viele alte Gebäude erhalten, die von den Anfängen der amerikanischen Filmindustrie zeugen. Auf dem Broadway - ja, auch L.A. hat einen - liegt das Million Dollar Theatre von 1917, einer der ältesten Filmpaläste der Welt. Legendär ist auch das Millennium Biltmore Hotel, wo mehrere Oscar-Verleihungen stattfanden und noch heute Könige, Präsidenten und Hollywoodstars residieren.

Im Gegensatz zum Westen der Stadt sind in Downtown alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß gut zu erreichen. Immer beliebter werden sogenannte Walking Touren, bei denen ein sachkundiger Reiseführer die Touristen zu Fuß zu allen interessanten Spots lotst. So kann man in Downtown das Auto endlich auch einmal stehen lassen. Da freut sich auch die Umwelt, die in der Autostadt L.A. traditionell einen schweren Stand hat: Millionen Autos quälen sich täglich über die zehnspurigen Freeways. Weil die Berge ringsum die Abgase nicht entweichen lassen, herrscht quasi Dauersmog. Erst Gouverneur Arnold Schwarzenegger verpflichtete Kalifornien jüngst als ersten US-Bundesstaat überhaupt zur Reduzierung seiner Treibhausgase.

Haiko Prengel, ddp