Messe "Boot 2001" Wasser marsch!
Düsseldorf - 1650 Aussteller aus der ganzen Welt machen die Messe am Rhein zur mittlerweile weltgrößten für Boot- und Wassersport. Wie im letzten Jahr werden auch 2001 wieder rund 300.000 Besucher in den 17 Messehallen erwartet.
Vom Schlüsselanhänger in Ankerform bis hin zum Anker mitsamt Millionenyacht am anderen Ende der Kette: In Düsseldorf gibt es in diesen Tagen für jeden Geldbeutel das entsprechende Angebot. Schnelle Flitzer für den Millionär in Zeitnot oder der allen Wettern trotzende Einmastsegler - selbst Käpt'n Blaubär dürfte auf der "Boot" fündig werden. Auch für die schmalere Geldbörse gibt es mit Surfbrett und/oder Tauchausrüstung das richtige Angebot.
Für alle Besucher gleichermaßen interessant ist sicher die Aktionshalle eins mit dem Surfcenter. Am großen Wasserbecken mit der Windmaschine finden täglich Präsentationen mit Showcharakter statt. Sehenswert waren dort in den vergangenen Jahren die beeindruckenden Lasershows, akustisch untermalt und farbenprächtig umgesetzt.
Einen festen Liebhaberkreis haben auch wirklich alte Kähne. Halle acht beherbergt mit den historischen Dampfschiffen eine ganz besondere Art von Oldtimern. Up to date dagegen ist man im Superyachtclub in Halle sechs, während sich der Rennboot-Salon in Halle 14 der schnellsten Seite des Wassersports widmet. Aber es geht nicht nur um die Boote selber, wie mit dem Thema "Kochen an Bord" in Halle zwölf unter Beweis gestellt wird.
Mit der Messehalle drei ist die größte Halle wieder dem Tauchsport vorbehalten. Was die Tauchtechnik betrifft, hat sich die "boot" im Laufe der Jahre allerdings von der Informationsmesse immer mehr zum Schnäppchen-Markt gewandelt. Dem Besucherstrom tut dies jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil. Nachdem sich die großen Tauchartikelhersteller nach und nach aus Düsseldorf zurückgezogen haben, sind die Tauchreiseveranstalter in die vorderste Front gerückt - noch vor den doch meist aus der Region angerückten Fachhändlern.
Womit zugleich der Trend im modernen Tauchsport deutlich wird: weg von den "Schwarzen Männern" mit martialischem Erscheinungsbild hin zur fröhlich bunten Erlebnisgesellschaft auch unter Wasser. Getaucht wird meist nur im Urlaub - Reisen heißt das Zauberwort für den Taucher von heute.
Kaum ein weißer Fleck auf der Landkarte, die Antarktis eingerechnet, an den man nicht hinkommen kann, um sich für ein mehr oder weniger entspanntes Stündchen zu versenken. Sei es der Tauchgang im oberösterreichischen Bergsee oder die Begegnung mit Riesenzackenbarschen am australischen Great-Barrier-Riff. Die entlegensten Winkel stehen auf dem Programm - sofern das Wasser nur tief genug zum Untertauchen ist.
Das für europäische Taucher nächstgelegene tropische Reiseziel und auch gleichzeitig eines der beliebtesten, das Rote Meer, liegt nur knapp vier Flugstunden von Frankfurt entfernt. Preiswert, aber dennoch reizvoll präsentieren sich vor allem die Küsten Ägyptens vom Sinai im Osten bis hinunter zur sudanesischen Grenze am südlichen Westufer.
Die "Boot 2001" hat ihre Tore vom 20. bis zum 28. Januar auf dem Messegelände Düsseldorf geöffnet.