Samstag, 24. Mai Zwischen Frust und Hoffnung
Exakt 25 Bergsteiger aus dem französischen Team reisten ins Basislager des Mount Everest, um den höchsten Berg der Welt zu besteigen. Drei Expeditionsmitglieder konnten einen Erfolg verbuchen, der Rest muss es ein anderes Mal versuchen. Der Leiter der Mannschaft wurde schneeblind, der Snowboarder des Teams brach sich bei einem Sturz die Rippen. Ein andere stürzte ein Stück die Lhotseflanke hinunter. Ein dritter brach sich die Nase und das Handgelenk beim Sturz in eine Gletscherspalte. Trotz der Missgeschicke gehören die Franzosen bis jetzt zu den glücklichen Teams am Everest. Andere Expeditionen warten immer noch auf einen Erfolg.
Die französische Mannschaft ließ heute morgen seine Verletzten mit einem kleinen Helikopter ausfliegen. Das südafrikanische Team hatte diesbezüglich wieder Pech. Vor zwei Tagen hatten sich die die sechs Bergsteiger entschlossen, ihre Expedition abzubrechen. Heute wollten sie ebenfalls mit einem Transporthubschrauber ausfliegen. Drei Stunden warteten sie am "Everest-Beach", dem schönsten Aussichtsplatz im Basislager. Vergebens.
Für die Yak-Besitzer sind die Tage des Zusammenpackens lukrativ. Hunderte der Transporttiere laufen täglich über den Khumbu-Gletscher, um die Ausrüstung der Bergsteiger wieder zurück zum Flughafen nach Lukla zu bringen. Das deutsch-schweizerische Team hat seine Yaks für den 29. Mai bestellt.
Heute sind die sechs Bergsteiger aus Deutschland und der Schweiz wieder in das Lager 3 aufgestiegen. Morgen wollen sie auf den Südsattel, um dann von Sonntag auf Montag den Everest zu besteigen. Die Wettervorhersage für einen Gipfelerfolg sind vielversprechend, so dass am Montag und Dienstag wieder viele Bergsteiger auf dem Südgrat zu erwarten sind.