Seychellen: Wo der Strand erschaffen wurde - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Seychellen Wo der Strand erschaffen wurde

Kokospalmen statt Sonnenschirme, Meeresrauschen statt Disco-Gedudel, dazu ein Design von Mutter Natur, das jeden Werbefilmer entzückt. Die Strände der Seychellen gehören zu den schönsten der Welt. Und das Beste daran: Viele davon sind menschenleer.
Von Frank und Uschi Schneider
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kennen Sie das Gefühl, wenn es einfach zu schön ist, um wahr zu sein - dieses Gefühl weckt manche der 115 Seychellen-Inseln. Kleine Eilande mit wildromantischer Felsküste wechseln sich ab mit solchen mit goldenen Sandstränden.

Die Inseln Praslin und La Digue etwa sind weltberühmt, nicht zuletzt wegen der gigantischen, rötlichen Granitblöcke, die die hellen Strände schmücken und die so typisch sind für die Seychellen. Das Szenario ist so beeindruckend und bildwirksam, dass Werbeprofis hier die Spots für karibischen Rum oder weißes Schokokonfekt drehen - in falschem karibischen Ambiente.

Namen wie "Grande Anse", "Anse d'Argent" oder "Anse Lazio" stehen für die drei vielleicht berühmtesten Strände des Inselreichs. Auf La Digue, kleiner und mit knapp 2000 Einwohnern auch spärlicher besiedelt als die beiden Nachbarinseln Praslin und Mahé, gibt es ausgesucht wenige Unterkünfte für Feriengäste. Hier wird Exklusivität zelebriert. Selbst Tagesgäste, die mit dem Schiff anlegen, fallen nicht in Horden ein. So gibt es selbst am Strand Anse d'Argent immer wieder Abschnitte, an denen man ungestört ist. Wie große, nicht ganz runde Murmeln liegen die berühmten Felsen vor den Palmen am Strand. Die geschützte Lage und der flach abfallende Grund macht die Bucht zu einem der beliebtesten Badestrände.

So einfach drauflos schwimmen kann man auf den Seychellen trotz Postkartenstrand nicht überall. Das Wasser hat hier seine Tücken. Je nach Jahreszeit branden kräftige Wellen vor der Küste. Selbst gestandene Mannsbilder werden aus brusttiefem Wasser wieder an den Strand gespült. Und die meisten Urlauberinnen legen ihr Bikinioberteil lieber vorher selbst ab, als es überraschend in der Brandung zu verlieren.

In unmittelbarer Ufernähe ist das Planschen trotzdem meist kein Problem. Weiter draußen allerdings zeigt sich der Indische Ozean auch ohne Wellen oft tückisch. Mehrsprachige Hinweisschilder warnen die Schwimmer an so manchem Strandabschnitt davor, zu weit hinaus zu schwimmen. An besonders beliebten Badeplätzen gibt es denn auch sicherheitshalber eine Aufsicht in bester Baywatch-Manier - mit Hochsitz und roten Badehosen.

Aber auch die große Hauptinsel Mahé hat bezaubernde Fleckchen zum Sonnen und Baden. Kilometerlange Strände wie Beau Vallon im Norden, die Palmenstrände beim Plantation Club und in der Baie Ternay an der Westküste oder winzige Buchten, in denen gerade mal zwei Strandtücher nebeneinander auf dem Sand Platz haben - auf den Seychellen hat man überall den Eindruck, als wäre hier der Strand erschaffen worden.

Mehr lesen über