Südpol: Dauerlauf im ewigen Eis - DER SPIEGEL
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Südpol Dauerlauf im ewigen Eis

Bei minus 30 Grad hat ein Ire den ersten Marathon über ewiges Eis am Südpol gewonnen. Wen wundert's, dass bei diesen extremen Temperaturen die Teilnehmer vom "härtesten Marathon der Welt" sprechen.
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Extrem-Sportler aus Irland lief die 42,195 Kilometer lange Strecke über das 3000 Meter hohe Inlandseis-Plateau durch eis- und windverkrusteten Schnee in acht Stunden und 52 Minuten.

Als einzige Frau war die Bonnerin Ute Grüner an den Start gegangen. Sie legte einen Halbmarathon in fünf Stunden und 48 Minuten zurück. Die 55-jährige Beamtin hat schon zahlreiche Extremtouren unternommen: Im Jahr 2000 hatte sie als erste deutsche Frau ohne motorisierte Hilfsmittel auf Skiern den Nordpol erreicht.

Wegen der extrem trockenen Kälte mussten die Sportler nach Angaben des Veranstalters zahlreiche Trink-Stopps einlegen. Läufer Dean Karnazes, der den zweiten Platz belegte, beschrieb das historische Ereignis als den "härtesten Marathon der Welt".

Am 8. Januar waren die Sportler im antarktischen Basislager "Patriot Hills" eingetroffen. Dort saßen sie wegen der schlechten Wetterverhältnisse zunächst wochenlang fest. Der sechsstündige Flugtransport der Extrem-Sportler vom Basislager am Rand der Antarktis zum Startpunkt des Marathons konnte nur bei guter Sicht stattfinden. Die Organisation "Adventure Network" will den Marathon zum Südpol im nächsten Jahr erneut ausrichten.