Tödliche Attacken: Australien lehnt Krokodilsafaris ab - DER SPIEGEL
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Tödliche Attacken Australien lehnt Krokodilsafaris ab

Seitdem Krokodile in Australien unter Schutz stehen, nimmt ihre Zahl rasant zu. In den letzten Wochen kam es zu einigen tödlichen Krokodil-Attacken. Ein Bundesstaat will den Abschuss durch Urlauber freigeben.
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Sydney - Die australischen Behörden stehen wegen der Häufung von Krokodilattacken in jüngster Zeit zunehmend unter Druck: In Western Australia wurde vor wenigen Tagen ein zehnjähriges Mädchen durch ein Salzwasserkrokodil schwer verletzt, im Northern Territory starben im September zwei und im August ein Mann bei Angriffen durch die Reptilien. Seit den Vorfällen wird in Australien erneut diskutiert, ob die seit den siebziger Jahren streng geschützten Tiere in begrenzter Zahl auf Safaris wieder abgeschossen werden sollten.

Doch die australische Regierung hat einen Antrag auf die Genehmigung von Krokodilsafaris abgeschmettert. Touristen zu erlauben, Jagd auf Krokodile zu machen, sei nicht mit modernen Vorstellungen von Umweltschutz zu vereinbaren, sagte der australische Umweltminister Ian Campbell am Donnerstag. Eine entsprechende Genehmigung würde ein falsches Zeichen setzen. Der Bundesstaat Northern Territory hatte den Abschuss von jährlich 25 Krokodilen durch Urlauber freigeben wollen.