USA-Reisen: Die Preise purzeln - DER SPIEGEL
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USA-Reisen Die Preise purzeln

Es klingt paradox, aber der hohe Dollarkurs hat einige Reiseveranstalter gezwungen, die Preise für USA-Trips zu senken, denn den Touristikunternehmen laufen die Kunden davon.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hintergrund der Preissenkung ist der Fachzeitschrift "Traveltalk" zufolge die schlechte Buchungssituation bei USA-Urlauben - wegen des ungünstigen Wechselkurses. Auch laufe die Saison sehr schlecht, zudem sei TUI "aggressiv" in den Markt gegangen und habe damit andere Veranstalter in Zugzwang gebracht. So schraubten kurzerhand die Veranstalter FTI Touristik, ADAC Reisen, DERTOUR und Meiers Weltreisen die Preise nach unten und haben zum Teil neue Kataloge aufgelegt. Andere Anbieter könnten folgen, schätzt Melanie Schacker, Pressesprecherin des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV) in Berlin.

Bei FTI Touristik wurden unter anderem die Preise für Hotels in Städten wie New York und New Orleans um bis zu 23 Prozent gesenkt, teilte das Unternehmen in München mit. Auch DERTOUR in Frankfurt am Main bietet nach eigenen Angaben Übernachtungen etwa in San Francisco und Florida jetzt billiger an. Bei ADAC Reisen in München wurden zum Beispiel die Preise für Mietwagen um bis zu 15 Prozent gesenkt. Alle Anbieter verweisen darauf, dass sie mit ihren Produktpartnern in den USA nachverhandelt hätten.

Schacker warnt aber davor, nur auf eventuelle weitere Preissenkungen zu spekulieren. Sie empfiehlt preisbewussten und anspruchsvollen USA-Fans, rasch die Wunschreise zu buchen und Frühbucherrabatte in Anspruch zu nehmen.

Grundsätzlich muss nach Schackers Einschätzung eine USA-Reise trotz des weiterhin hohen Dollar-Kurses nicht zwangsläufig teuer sein. Günstig sei es zum Beispiel, Pauschaltouren zu buchen: "Pauschalreisen sind im Einzelfall noch genauso billig wie die Individualreise vor zwei Jahren", so Schacker.

Am besten kalkulieren lassen sich die Kosten laut Schacker bei All-Inclusive-Angeboten, die mittlerweile sogar als Rundreise gebucht werden können. Allerdings sollte hier auf die Details geachtet werden. Denn es gibt keine generell verbindliche Festlegung, was ein All-Inclusive-Angebot ist und was nicht.

"Buchen Sie so viel wie möglich in Deutschland - auch den Mietwagen, die Ausflüge und die Transferflüge", rät Schacker allen preisbewussten Urlaubern. Selbst das günstigste Angebot vor Ort entpuppe sich für Touristen aus Deutschland angesichts des weiterhin ungünstigen Dollarkurses als wenig attraktiv: "Die Reiseveranstalter handeln etwa die Mietwagen-Ausleihe zu ganz anderen Konditionen aus, als es ein einzelner Tourist kann". Dass die Tourismusbetriebe in den USA zu Zugeständnissen gegenüber deutschen Veranstaltern bereit seien, hätten die Preissenkungen jetzt ja gerade bewiesen.