Vendée Globe Champagner - zur Feier des Tages
Bei Windgeschwindigkeiten von 14 bis 18 Knoten habe ich die letzte Nacht relativ ruhig verbracht. Ich habe mich ordentlich ins Zeug gelegt. Hoffentlich war ich trotzdem fair zu Bilou (Sill), der ja noch immer dicht vor mir herfährt.
Als ich den Äquator endlich gegen 1:25 Uhr überquert hatte, habe ich zur Feier des Ereignisses eine Flasche Champagner geköpft. Tatsächlich ist das meiste davon auf dem Bootsdeck gelandet, nicht in meinem Glas - es hat so geschaukelt. Für mich war dieser Moment etwas ganz Wichtiges. Jetzt auf der Südhalbkugel angekommen zu sein - einfach unglaublich!
Ich habe Neptun dafür gedankt, dass er uns so einfach vorbeiziehen ließ. Ich hoffe inständig, dass auch die anderen Skipper sicher mit ihren Booten auf der anderen Erdhalbkugel ankommen werden.
Es ist wirklich erstaunlich, was Catherine Chabaud in den letzten Stunden aufgeholt hat. Ich frage mich, ob sie auch dann noch so gut vorankommen wird, wenn sie das Hochdruckgebiet wie geplant umfährt und nach Westen hin ausweicht. Außerdem hat es mich unwahrscheinlich beeindruckt, als ich hörte, dass Yves Parlier (Aquitaine) trotz des defekten Falls so schnell sein Ziel erreicht hat und nun mit 34 Meilen in Führung liegt.
Wenn technische Probleme auftauchen, kommt es schon häufiger vor, dass man sich leicht entmutigen lässt. Wenn du dich aber dann daran machst, diese Probleme zu lösen, ist es meist gar nicht so schlimm.