Wasserrohrbruch: Shaolin-Kloster versinkt im Matsch - DER SPIEGEL
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Wasserrohrbruch Shaolin-Kloster versinkt im Matsch

Das Shaolin-Kloster am Songshan-Berg in Zentralchina ist schwer beschädigt: In den Mauern zeigen sich Risse, Gebäude sacken ab. Die Mönche des für seine Kampfkunst berühmten Klosters versuchen, die Pagoden mit Baumstämmen abzustützen.
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Peking - Schuld an der Katastrophe ist eine vor drei Monaten gebrochene Wasserleitung. Wasser sickerte in die Fundamente einiger Pagoden des 1500 Jahre alten Tempelkomplexes und überschwemmte einige Innenräume, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete. An der Außenwand der ältesten Pagode habe sich ein ein Meter langer Riss gebildet.

Die Mönche stützten das in der Tang-Dynastie (618 bis 907 nach Christus) errichtete Gebäude den Angaben zufolge mit Baumstämmen. An mindestens 20 weiteren Pagoden seien Risse zu sehen, manche Gebäude hätten sich in dem aufgeweichten Untergrund geneigt.

Das Kloster am Songshan-Berg wurde von dem buddhistischen Mönch Bodhidharma im 5. Jahrhundert gegründet und ist berühmt für seine Kampfkunst, das so genannte Shaolin-Kungfu. Seit die Region 1988 für Ausländer geöffnet wurde, kamen Schätzungen zufolge rund 10.000 Touristen, um sich von den Mönchen im Kampfsport unterweisen zu lassen.

Aufgrund des enormen Andrangs hatten sich im Laufe der Jahre in der Nähe des Klosters mehr als 30 Schulen angesiedelt, in denen der Shaolin-Kungfu-Stil gelehrt wurde, jedoch nicht Buddhismus und Meditation. Abt Shi Yungxing ließ sie alle im September 2001 abreißen. Die Kampfakademien erhielten zur Entschädigung Grundstücke in der ein paar Kilometer entfernten Stadt Dengfeng. Im März 2005 hatten die lokalen Behörden bei den Vereinten Nationen beantragt, das Kloster in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen.