Naturschauspiel in Wisconsin: Eiszapfen am Höhlendach
Frostwetter in den USA Im Eisschrank
Seit 1994 gab es nicht mehr so viel Eis auf den Great Lakes im US-Bundesstaat Michigan: Die anhaltende Kälte hat dort die Seenlandschaft in ein besonderes Naturschauspiel verwandelt. Zum Besuchermagneten wurden die Höhlen der Apostle Islands, in denen meterlange Eiszapfen von der Decke hängen. Normalerweise sind sie nur per Boot zu erreichen, dank der stabilen Eisdecke auf dem Wasser führt nun ein spektakulärer Winterspaziergang dorthin. Mehr als 35.000 Schaulustige kamen in den vergangenen Tagen bereits hierher.
Während im Mittleren Westen Spaziergänger die Schönheiten der Kälte genießen, herrscht andernorts in den USA weiter Katastrophenalarm. In 48 von 50 Bundesstaaten liegt derzeit Schnee - nur Florida und Hawaii blieben bislang verschont. Mehr als 20 Menschen kamen ums Leben, rund eine halbe Million Haushalte waren am Freitag noch ohne Strom, wie Medien berichteten. Weit über 10.000 Flüge wurden in den vergangenen Tagen gestrichen. An zahlreichen Airports mussten gestrandete Passagiere extreme Geduld haben. Viele verbrachten sogar die Nacht dort.
Auch in anderen Ländern herrschen extreme Wetterbedingungen: In einigen Regionen Japans wurden Rekordschneefälle gemessen, in Großbritannien sorgten starke Stürme und Überschwemmungen für schwere Schäden.
Ein Ende des Winterwetters ist in den USA derzeit nicht in Sicht, am Wochenende soll es erneut schneien. Insgesamt seien hundert Millionen Amerikaner vom Wetterchaos betroffen, meldete der Fernsehsender CNN.