Balanceakt Wenn der Tenniscourt schwankt
Hamburg - Seglerparade, Schlepperballett und Drachenbootrennen - die Show während des 816. Hamburger Hafengeburtstags (5. bis 8. Mai) spielt sich hauptsächlich auf dem Wasser ab. Und auch das Auftakt-Event am 7. Mai für das am selben Tag beginnende Masters Turnier am Rothenbaum wird eine feuchte Angelegenheit: Auf einem schwimmenden Tennis-Court werden sich zwei Weltklassespieler vor den St.-Pauli-Landungsbrücken einem Showkampf liefern, teilte der Organisator E.ON Hanse mit.
Vor dem Spiel werden zwei Hafenschlepper den Ponton mit den beiden Kontrahenten an die Trossen nehmen und von der anderen Elbseite aus vor die Landungsbrücken direkt in den Elbstrom bugsieren, beschrieb die Pressesprecherin von E.ON Hanse, Esther Seemann, gegenüber SPIEGEL ONLINE den Ablauf. Dort werden die beiden Schlepper den schwimmenden Court in Position halten. Den erhöhten Sitz auf dem schwankenden Ponton wollten die Organisatoren einem Kampfrichter nicht zumuten, sagte Seemann, so werden nur die beiden Tennisspieler auf dem Spielfeld sein. Auch Balljungen gibt es nicht, alle Bälle, die über die Linien hinaus in die Elbe fliegen, würden anschließend vom Technischen Hilfswerk aus dem Wasser gefischt.
Das Match werde um 16 Uhr beginnen und 30 Minuten dauern. Während dieser Zeit werde die Elbe rund um den Ponton für die Schifffahrt gesperrt, damit die Spieler nicht allzu sehr ins Wanken geraten. Wer auf schwankendem Grund gegeneinander antreten wird, hänge allerdings noch vom Ausgang des ATP Masters Turniers in Rom ab, sagte Seemann, und werde sich erst einige Tage vor dem Event entscheiden.