Hauptstadt-Tourismus: Berlin boomt weiter - DER SPIEGEL
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Hauptstadt-Tourismus Berlin boomt weiter

Auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2004 folgt ein noch besseres Jahr 2005: Berlin ist mit einem Plus der Übernachtungszahlen von über 17 Prozent das am schnellsten wachsende Städtereiseziel Europas.
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Berlin - Mit voraussichtlich 6,5 Millionen Ankünften und 14,7 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland werde selbst das bisherige Boom-Jahr 2004 in den Schatten gestellt, sagte der Chef der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM), Hanns Peter Nerger, am Donnerstag in der Hauptstadt.

Im vergangenen Jahr hatte die BTM knapp 13,3 Millionen Übernachtungen registriert. Der Anteil aus dem Ausland an den Übernachtungszahlen dieses Jahres wuchs gegenüber 2004 um 17,5 Prozent. Die Destination Berlin sei das derzeit am schnellsten wachsende Städtereiseziel Europas und belege bei Besucherzahlen hinter London und Paris den dritten Platz, hob Nerger hervor.

Ursprünglich hatte sich die BTM zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 rund 15 Millionen Übernachtungen zu erreichen. "Wir sind jetzt schon fast soweit und bleiben mit vielleicht 200.000 bis 300.000 Übernachtungen knapp unter dieser Marke", betonte Nerger.

Zur Fußball-WM in Berlin erwartet der BTM-Chef eine Million Gäste aus aller Welt. Davon würden 300.000 in Hotels übernachten. In allen Kategorien gebe es noch Betten. Die Zimmerpreise seien auch im europäischen Vergleich "vernünftig". Zur Fußball-WM rechnet Nerger mit einer Hotelauslastung von 92 bis 94 Prozent.

Mit der Fußball-WM habe die deutsche Hauptstadt auf jeden Fall das große Los gezogen, betonte Nerger. Denn mit dem Sportereignis werde es gelingen, Berlin auf der internationalen touristischen Landkarte als Sport- und Kulturstadt nachhaltig zu positionieren.

Nerger begrüßte es, dass die Fanmeile nun auf der Straße des 17. Juni eingerichtet wird. Diese Bilder gingen um die Welt. Das sei die beste Werbung für die Stadt, sagte der BTM-Chef. Daher erwartet er auch im Jahr 2007 einen Touristen-Boom.

Mit Sicherheitsproblemen rechnet Nerger nicht. Die dafür zuständigen Behörden seien gut vorbereitet und träfen alle notwendigen Vorkehrungen. Zu den Fußball-WM-Spielen ginge ein anderes Publikum als zu sonstigen Austragungen. "Ich glaube nicht, dass es etwa zu Straßenschlachten kommt", sagte Nerger.