Im Smart ans Nordkap Fatima
Nach der langen Fahrt übers schwedische Festland, vorbei am Polarkreis und über die Berge an der schwedisch-norwegischen Grenze genießen wir es, am Meer entlang zu fahren. Zudem scheint die Sonne, als wolle sie sich für das Wetter während der vergangenen Tage entschuldigen. Bald sind wir auf der Traumstraße Norwegens, der E6. Die Nord-Süd-Verbindung ist die längste Straße Norwegens. Sie ist länger als die Strecke zwischen Hamburg und Rom und beinhaltet sogar ein kurzes Stück, das mit der Fähre zurückgelegt werden muss.
An der ersten Kreuzung 22 Kilometer hinter Skaidi biegen wir auf die E69 ab. Die Landschaft hier bezaubert immer wieder aufs Neue. Der Schnee und die untergehende Sonne liefern ein atemberaubendes Farbenspiel. Jeder Fotoapparat ist damit überfordert, diese Stimmungen einzufangen.
Gegen 18 Uhr erreichen wir Fatima, kurz für "Fastlandsforbindelse til Magerøya", also Festlandsverbindung zur Nordkapinsel. Ein brandneuer, knapp sieben Kilometer langer Tunnel führt unter dem Meer hindurch. Bis Juli 1999 konnte die Insel nur per Fähre erreicht werden. Wenn wir wieder auftauchen, sind wir auf der Insel.
Am Tunnelausgang bezahlen wir die Benutzungsgebühr, die in der Höhe der früheren Fährkosten liegt. Der Smart zählt als "großes" Auto und kostet mit Fahrer genauso 125 Norwegische Kronen wie der große Puch G. Zusätzliche Passagiere zahlen 40 Kronen extra.
Während Mischa und Lorenz früh ihre Hotelzimmer beziehen, um Kraft für den morgigen Tag zu tanken, besuche ich Freunde von früheren Nordkap-Reisen und bestaune gemeinsam mit ihnen die hellen Nordlichter am Himmel.