Im Smart ans Nordkap Nach Helsinki
Ziemlich genau in der Mitte der heutigen Strecke liegt Tampere . Mit ihren rauchenden Schloten erinnert die Industriestadt daran, dass es in Finnland nicht nur Dienstleistungsfirmen, Holzfäller und berühmte Rennfahrer gibt. Wahrzeichen der Stadt ist sicherlich der Särkänniemi-Turm. Särkänniemi ist im Sommer ein grosser Rummelplatz. Mittendrin steht der Turm mit einem Restaurant auf einer Höhe von 124 Metern über dem Boden.
Mit einem Aufzug, der mit einer Geschwindigkeit von bis zu sechs Metern in der Sekunde unterwegs ist, erreichen wir die oberen Räume. Von dort präsentiert sich Tampere als schmucke Stadt an einem See. In 45 Minuten dreht sich das Lokal einmal um die eigene Achse, so dass wir bis zum Dessert bereits das ganze Panorama einmal sehen konnten. Dass das Restaurant der oberen Klasse zuzuordnen ist, ist allein wegen der physischen Höhe der Lokalität klar.
Frisch gestärkt erreichen wir Sekunden nach Abfahrt des Fahrstuhls wieder festen Boden. Nun fahren wir der Hauptstadt entgegen. Die Rentiergebiete im Norden haben wir längst hinter uns gelassen, aber Elch-Warntafeln stehen hier alle paar Meter. Einen richtigen Elch haben wir jedoch auch heute nicht gesehen. Dafür gab es die typischen Häuser dieses Landstrichs zu sehen: sehr einfache Blockhaus-Konstruktionen aus Holz, bemalt in warmen roten, gelben oder braunen Farbtönen.
Der eigentlich gelbe, aber mittlerweile arg schmutzige Smart fährt vorneweg. Die Straßen sind meist eisfrei und trocken. Die Temperaturen liegen aber noch bei minus zehn Grad. Plötzlich fragt Lorenz über Funk, ob wir noch etwas Zeit hätten. Er hätte neben der Straße ein Blockhaus gesehen, an dem gebaut wird. Wir machen eine Pause und nutzten die Gelegenheit, den beiden Finnen ein paar Minuten zuzusehen, wie sie an ihrem Haus arbeiten. Dass da natürlich auch berufliches Interesse unserer beiden Gärtner im Spiel ist, versteht sich von selbst.
Nun trennen uns nur noch ein paar Kilometer von Helsinki, der Stadt, von der wir morgen mehr schreiben.