Im Smart ans Nordkap Polierte Straßen
Heute morgen sahen wir aus dem Hotelzimmer und trauten unseren Augen nicht. Rund 20 Zentimeter Neuschnee fielen in der vergangenen Nacht vom Himmel. Der Wind poliert mit Hilfe der weißen Pracht die Straßen und lässt die Fahrt zu einer wahren Rutschpartie werden. Damit nicht genug - tiefliegender Nebel, der sämtliche Kontraste verschluckt, erschwert das Vorankommen zusätzlich. Wir nehmen den Fuß vom Gas und schleichen über die glatten Straßen.
Einer hatte trotzdem seinen Spaß. Lorenz fühlt sich mit seinem Puch richtig wohl. Denn die norwegische Armee führt größere Truppenbewegungen durch. Inmitten der Konvois fahren einige Mercedes G zwischen den langsamen Fahrzeugen mit Raupenantrieb. Dass einer der Militärpolizisten unser Begleitfahrzeug militärisch grüßte, ehrte wohl Geländewagen und Crew gleichermassen.
Gegen 17 Uhr fallen uns fast die Augen zu. Nach 262 Tageskilometern über vereiste Straßen und durch Nebelbänke hindurch werden unsere Augenlider zusehends schwerer. So stranden wir in einem Hotel in Storslett. In zwei Tagen sollten wir das Nordkap erreichen - im Moment sind wir 70 Kilometer hinter unserem Plan zurück.