Metropolen weltweit: Wo schon City-Maut kassiert wird - DER SPIEGEL
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Metropolen weltweit Wo schon City-Maut kassiert wird

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Den New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat das Beispiel London überzeugt. Dort wurde vor vier Jahren die City-Maut eingeführt – mit Erfolg. Doch London ist nicht die einzige Metropole, in der Autofahrer bereits für eine Fahrt ins Stadtzentrum bezahlen müssen:

  • Oslo
    Bereits 1990 führte die norwegische Hauptstadt eine City-Maut ein. Für Autos werden pro Fahrt in die Stadt 20 Kronen (2,50 Euro) fällig, für Lastwagen das Doppelte. Die Einnahmen sollen für den Straßenbau verwendet werden. Als erste Stadt Europas ließ Bergen, Norwegens zweitgrößte Stadt, von 1986 an seine Autofahrer zahlen.
  • London
    Wer von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 18.30 Uhr ins Londoner Zentrum fahren will, wird seit 2003 zur Kasse gebeten. Die Stadtväter erhöhten die Gebühr im Februar dieses Jahres auf acht Pfund (rund elf Euro). Der Verkehr ging zunächst wie geplant um 15 bis 20 Prozent zurück. Im vergangenen Jahr gab es nach vorläufigen Schätzungen jedoch nur noch acht Prozent weniger Staus als vor Einführung der Maut.
  • Rom
    Im historischen Zentrum Roms gilt von Montag bis Freitag ein komplettes Fahrverbot für Privatleute. Nur Taxis, Busse, Lieferanten und Besitzer einer Einfahrgenehmigung (360 Euro im Jahr) dürfen hinein. Auch Bologna hat seine Altstadt gesperrt.
  • Singapur
    Im Kampf gegen den Stau hatte der Stadtstaat Singapur schon 1965 eine Maut eingeführt. Die Preise variieren nach Fahrzeug, Strecke und Tageszeit. Für Personenwagen müssen umgerechnet zwischen 25 Cent und 1,80 Euro gezahlt werden.
  • Stockholm
    Nach einer siebenmonatigen Testphase soll in der schwedischen Hauptstadt voraussichtlich im August eine City-Maut eingeführt werden. Auch in der belgischen Hauptstadt Brüssel und in Mailand wird derzeit über eine solche Gebühr nachgedacht.

    abl/dpa