Rom: Städtische Arbeiter plündern Trevibrunnen - DER SPIEGEL
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Rom Städtische Arbeiter plündern Trevibrunnen

Jeder Rom-Romantiker hat schon mindestens eine Münze in den Trevibrunnen geworfen - das soll die Rückkehr in die ewige Stadt sichern. Angesichts der Geldmengen juckte es den mit der Pflege des Brunnens beauftragten Arbeitern in den Fingern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rom - Der Münzwurf an dem berühmten Brunnen folgt einer alten Tradition: Die Besucher stellen sich mit dem Rücken zum Trevibrunnen und werfen über ihre Schulter eine Münze hinein. Auf diese Weise kommen jeden Tag Hunderte von Münzen zusammen, welche die Stadt einsammelt und der Caritas zur Verfügung stellt.

Doch schon seit einiger Zeit hatte die Caritas ein signifikantes Absinken der Spenden festgestellt. Nach einem Hinweis an den Bürgermeister installierte dieser Überwachungskameras über dem Brunnen, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen.

Und so konnten die Diebe identifiziert werden: Ausgerechnet die vier mit der Pflege der Fontäne beauftragten städtischen Beschäftigten machten lange Finger. Bei ihrer Ergreifung trugen die Plünderer nach Polizeiangaben rund 1200 Euro bei sich. Ihre gesamte Beute werde jedoch auf etwa 110.000 Euro geschätzt.

Die vier Festgenommenen waren mit der Pflege des Brunnens betraut, seit dieser nach dem 30. Juli 2002 nicht mehr nur wöchentlich, sondern täglich geleert wird.