Schiefer Turm von Pisa: Wiedereröffnung nach zwölf Jahren - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schiefer Turm von Pisa Wiedereröffnung nach zwölf Jahren

Nach knapp zwölfjährigen Restaurierungsarbeiten ist der Schiefe Turm von Pisa wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings ist die Besichtigung ein relativ exklusives Vergnügen: Fortan dürfen nur einige hundert Personen täglich das Wahrzeichen besteigen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Pisa - Seit Samstag können Besucher wieder auf den 58 Meter hohen Turm klettern, der Anfang 1990 geschlossen worden war. Während der mühevollen Arbeiten versahen die Restauratoren das 800 Jahre alte Wahrzeichen der Stadt mit zwei stählernen Stützen und entfernten Boden unter dem Fundament. Dabei wurde die Neigung um 44 Zentimeter auf den Stand von 1838 korrigiert, so dass die Turmspitze "nur noch" 4,1 Meter vom Lot absteht.

Der Bau des Turms begann 1173, aber schon vor Vollendung des dritten der insgesamt acht Stockwerke begann sich der Turm wegen dem Absinken des Bodens zu neigen. Fertig gestellt wurde das Projekt 1360. Im Laufe der Jahrhunderte neigte sich der Turm immer stärker.

Während der Restaurationsarbeiten wurden die sieben Glocken des Turms fixiert - aus Sorge, ihre Vibrationen könnten die Stabilität gefährden. Die Kosten der Arbeiten beliefen sich auf 28 Millionen Euro. Die Zeiten des Massentourismus sind für das Bauwerk vorbei: Künftig sollen nur noch maximal 30 Besucher gleichzeitig zu geführten 40-Minuten-Touren die 293 Stufen des Turms erklimmen dürfen. Der Eintritt kostet 15 Euro.