Skurriler Streit: Endlich Toiletten auf Manhattan - DER SPIEGEL
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Skurriler Streit Endlich Toiletten auf Manhattan

Der Toilettenstreit von Manhattan ist beendet. Jahrelang scheiterte das Aufstellen von öffentlichen Toiletten an skurrilen politischen und bürokratischen Hürden. Jetzt soll eine spanische Firma für Erleichterung sorgen - mit nur 20 Häuschen für die gesamte Insel.
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New York - Wer öffentliche Toiletten in Manhattan suchte, war bislang auf verlorenem Posten. Nun ist Rettung in Sicht: Das spanische Unternehmen Cemusa soll demnächst 20 "automatische öffentliche Toiletten" in den Straßen Manhattans aufstellen, wie die Stadtverwaltung von New York am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Ab 2007 können sie voraussichtlich benutzt werden. Cemusa bekam zugleich auch noch den Auftrag für 3300 neue Bushaltestellen sowie 330 Zeitungskioske im Stadtgebiet. Die Firma soll 20 Jahre lang für deren Betrieb verantwortlich sein und der Stadt eine Milliarde Dollar für die Nutzungsrechte der Werbeflächen zahlen.

Seit Jahren streiten die New Yorker um Toilettenhäuschen. Die einen verlangten diese als Mindestservice der Stadt, die anderen verteufelten sie als Orte des Vandalismus. Alle Bürgermeister von Big Apple, von Davis Dinkins über Rudolph Giuliani bis Michael Bloomberg, versprachen eine Lösung, konnten aber das Problemnicht lösen - weil der Stadtrat gespalten war, die Kioskbesitzer protestierten oder bürokratische Hürden dem Projekt entgegenstanden.

"Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass das eines Tages passieren würde", sagte Doug Lasdon von der Bürgerinitiative Urban Justice Center. Er hatte die Stadt bereits 1990 verklagt und die Bereitstellung öffentlicher Toiletten gefordert. Die Klage war damals aus technischen Gründen abgewiesen worden.