Bond-Wochen bei SPAM "Casino Royale" - Das letzte Interview
Der leidenschaftliche Berufsschauspieler, der ursprünglich für die Rolle der charmesprühenden Doppelnull vorgesehen und dann nach nur zwei Drehtagen geschasst worden war, macht aus seiner Frustration kein Hehl: "Ist doch alles halb so wild, ich war eh nicht besonders scharf auf den Part!", gibt Reichelt abseits der Kamera zu Protokoll. Er gönne "dem Uwe" (Ochsenknecht) die Rolle von Herzen, schließlich müsse der seine Trinkschulden, eine Frau und eine mißglückte Penis-OP abbezahlen - eine Dreifachbelastung, wie sie selbst in der notorischen Filmbranche eher selten sei.
So weit, so gut. Schaltet man dann aber die Kamera ein und führt ein reguläres Interview, findet eine wundersame Verwandlung statt. Reichelt - ganz Profi - gibt den gebrochenen, weltwunden Kleindarsteller, den Ewig-Übersehenen, Erniedrigten und Beleidigten, der dem Silberstreif so nah war, daß er ihn fast erhaschen konnte - nur um dann brutalstmöglich in die Bedeutungslosigkeit zurückzurauschen.
Und das Wunder geschieht: Reichelt läuft zu ungeahnter Höchstform auf, die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschneidert. Wer weiß, vielleicht klopft Hollywood schon bald mit einem neuen Angebot an Reichelts unscheinbare Wohnungstür. Vielleicht aber auch nicht...
Das Exklusiv-Interview mit Reichelt - sehen Sie heute den zweiten und letzten Teil: "Uwe und ich".