Artenschutz Wo bleibt unser Defizit?
Große Sorge in Deutschland. Das Staatsdefizit, vertrauter Weggefährte vieler Generationen, wird immer kleiner. Wenigstens 2 Prozent sollte es im vergangenen Jahr noch schaffen, nur 1,9 Prozent gab ihm die Bundesregierung, nun ist es gar auf 1,7 Prozent abgestürzt. Müssen wir mit dem Schlimmsten rechnen? Defizitschützer versuchen, uns Hoffnung zu machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Defizite, so erklären sie, können weder entstehen noch verschwinden, sie können nur ihre Form ändern. Gemäß dem Defiziterhaltungssatz kann das schwächelnde Staatsdefizit urplötzlich in modifizierter Form irgendwo anders wieder auftauchen und dort kräftig zulegen. Aktuell zumeist in Privathaushalten, im Kreiskulturhaus Seelow oder bei Borussia Dortmund. Denkbar sind auch diverse nichtmonetäre Varianten wie im Bereich Filigrantechnik (Robert Huth), Mathematik (Klassenstufe 1 bis 13) oder wünschenswerte Amtsnachfolger (CSU).