Streitkultur Schönbohm verwirrt?
Mit seiner öffentlich vorgetragenen Kritik an Kanzlerin Merkel (CDU), die nach Meinung von Jörg Schönbohm (CDU) Günther Oettinger (53) nicht öffentlich hätte kritisieren sollen, irritiert der betagte Innenminister Brandenburgs die Öffentlichkeit.
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Unter den führenden Politologen dominieren zwei völlig unterschiedliche Interpretationen. Die einen sehen in der auffällig schlichten Argumentation Schönbohms einen raffinierten Schachzug, der auf einer Absprache zwischen den Beratern Merkels und Schönbohms beruhe. So werde die windelweiche Ansprache Merkels an Oettinger ("mir gewünscht hätte...Würdigung der großen Lebensleistung...auch die kritischen Fragen...Nationalsozialismus zur Sprache gekommen") im Nachhinein wenigstens zu einem "Rüffel" aufgewertet. Das Urteil der Mehrheit der Beobachter fällt knapper aus: "senil".