Lokführer & Streiks Alles halb so schlimm
Eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Chemnitz bewahrt Wirtschaft und Personenverkehr vor dem Kollaps: In Sachsen dürfen die Lokführer weder zum Streik aufrufen noch streiken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Die Führung der Deutschen Bahn hat prompt reagiert. Aufgrund der sächsischen Sonderregelung könne der gesamte Zugverkehr in gewohnter Zuverlässigkeit abgewickelt werden.
Lediglich bei der Wahl der Destinationen müsse man sich den Gegebenheiten anpassen: So verkehre der ICE Berlin - Frankfurt vorübergehend zwischen Glauchau und Hohenstein-Ernstthal, der Zulieferverkehr für VW in Wolfsburg werde nach Kamenz umgeleitet, der Intercity Hamburg - Kopenhagen könne gegen einen geringfügigen Aufpreis zwischen Plauen und Greiz genutzt werden.
Um den Reisenden für die Zeit der veränderten Linienführung die Verständigung mit dem Zugpersonal zu ermöglichen, will die Bahn Sprachmittler einsetzen.