Wähler & Umfrage: Teure Butter schwächt Union - DER SPIEGEL
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Wähler & Umfrage Teure Butter schwächt Union

Das Forsa-Institut hat herausgefunden, dass CDU und CSU in der Wählergunst zwei Prozent verloren haben. Als Grund wurden die steigenden Butterpreise ermittelt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Woher rührt dieser eigentümliche Zusammenhang zwischen Wahlverhalten und den Preisen für tierische Fette? Warum sind ausgerechnet die Anhänger der Union auf dieses Produkt fixiert? Gilt die gute Butter noch immer als Privileg der Wohlhabenden?

Die Zahl der FDP-Wähler hingegen ist im gleichen Zeitraum um zwei Prozent gestiegen. Warum? Wird im liberalen Lager Margarine bevorzugt?

Völlig ungerührt reagieren die Getreuen der SPD. Die Stabilität auf gewohnt niedrigem Niveau deutet darauf hin, dass den mehrheitlich betagten Genossen die Preissteigerungen bislang entgangen sind.

Dies könnte ebenso für die Wähler der Linkspartei (plus minus null) gelten, denkbar ist auch, dass sie die volksnahe Butterpolitik der eigenen Parteispitze (Lafontaine: "Butter für alle!") unterstützen.

Warum die sich von ungesättigten Fettsäuren ernährenden Grünen überhaupt unter der butterbedingten Wählerwanderung (minus ein Prozent) gelitten haben, ist rätselhaft. Bütikofer, ernährungspolitischer Sprecher seiner Partei, vermutet, dass der momentan wieder rapide zunehmende Ex-Außenminister einen "ungesunden Einfluss auf die Parteibasis ausübt".