Abschuss-Streit: Jung bleibt zuversichtlich - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Abschuss-Streit Jung bleibt zuversichtlich

Alle gegen Jung. Einzig und allein der Verteidigungsminister möchte entführte Passagiermaschinen abschießen lassen, alle anderen sind dagegen. Jetzt erklärten sogar Jungs Jetpiloten, einem solchen "rechtswidrigen Befehl" nicht folgen zu wollen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dennoch hält Franz Josef Jung (CDU) an seinen Plänen fest. Um seine Truppen zu überzeugen, bereitet er derzeit eine Machbarkeitsstudie vor.

So will er auf der Grundlage "des übergesetzlichen Notstandes" in einer Probephase zunächst LKW-Fahrer, die sich einem Stauende nähern, liquidieren lassen. Die Methode soll später durch den gezielten Abschuss von Geisterfahrern standardisiert und schließlich durch die vorsorgliche Tötung beim Überholen am Berg zur Routine werden.

Sollten seine Piloten dennoch an ihren Abschuss-Vorbehalten festhalten, sieht der Verteidigungsminister nichtsdestotrotz Möglichkeiten, seine Absicht zu realisieren. Er traue sich durchaus zu, "selber den Pilotenschein zu machen", so der Minister, "und den Schäuble frage ich auch".