Terrorabwehr: Mehr Sicherheit durch Alarmrotten - DER SPIEGEL
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Terrorabwehr Mehr Sicherheit durch Alarmrotten

Auf der einen Seite übergesetzlicher Notstand und befehlstreue Alarmrotten, auf der anderen Befehlsverweigerung und Totschlag. In der anfangs emotional geführten Debatte über das Abschießen entführter Flugzeuge wird aber zunehmend sachlich diskutiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Franz Josef Jung: "Ich trete zurück!"

"Natürlich trete ich zurück. Aber erst nach dem Abschussbefehl."

Brigitte Zypries: "Chancengleichheit wahren!"

"Abschuss nur unter Beachtung des Bundesgleichstellungsgesetzes, also wenn die Passagiermaschine bewaffnet ist, um die Chancengleichheit zu wahren."

Ben Becker: "Was ist schon dabei?!"

"Ich hab mich auch grad so richtig abgeschossen, was ist schon dabei? Der Notarzt kommt mit Tatütataa, alle werden wiederbelebt und man steht in der Zeitung. Ganz normal, prost!"

Eva Herman: "Hitler hat keine…"

"Hitler war schlecht, also insgesamt, aber er hat keine (eigenen / d. Red.) Passagierflugzeuge abschießen lassen."

Daniel Cohn-Bendit: "Abschießen? Na klar!"

"Abschießen? Na klar! Aber man sollte zivile Opfer unter den Passagieren möglichst vermeiden."

Karl-Heinz Rummmenigge: "...gehört sofort abgeschossen!"

"Eine vollbesetzte Maschine, die auch nur einen Meter in Richtung Allianz-Arena fliegt, gehört auf der Stelle abgeschossen. Die 70.000 Zuschauer sind mir egal, aber ich möchte nicht, dass Ribery irgendwas auf die teuren Knochen kriegt!"

Hartmut Mehdorn: "Auch Züge!"

Mehdorn: "Auch einen ICE kann man hijacken - wenn Flugzeuge abgeschossen werden dürfen, muss für entführte Züge natürlich das gleiche gelten."

Peter Struck: "Früher war ich auch dafür."

"Früher war ich auch mal fürs Abschießen, war aber mehr so beruflich."

Wolfgang Schäuble: "...ich darf gar nicht daran denken!"

"Wenn man denkt, was da täglich heil landet, also ich darf gar nicht daran denken!"