China & Absatz: Bald wieder alles gut? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

China & Absatz Bald wieder alles gut?

Spitzenvertreter deutscher Unternehmerverbände haben Angela Merkel ermahnt, die Spannungen zwischen Deutschland und China auszuräumen. Seit dem offiziellen Empfang des Dalai Lama durch die Bundeskanzlerin sind die Beziehungen merklich abgekühlt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So verlangt Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), von der Kanzlerin, das Verhältnis zu China "nach den Verstimmungen der letzten Wochen" zu verbessern. Und ein Bankenvertreter sagte: "Es gibt natürlich das Menschenrechtsthema, aber auf der anderen Seite haben wir klare wirtschaftliche Interessen."

Um die chinesische Führung davon zu überzeugen, dass Deutschland zum Einlenken bereit ist, fordern die Wirtschaftsverbände neben einem "konstruktiven Dialog" auch eine klare Abkehr vom Dalai Lama. So soll es vor dem Kanzleramt

- die rituelle Verbrennung eines tibetischen Gebetsschals geben,

- dazu werden Räucherstäbchen mit Doppelkorngeruch entzündet und

- Darsteller in Mönchskleidung die strengen buddhistischen Ordensregeln verletzen, also

- tanzen,

- singen,

- sich parfümieren,

- Rasen mähen und

- im Stehen urinieren.