Filterskandal: Gabriel lenkt ein - DER SPIEGEL
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Filterskandal Gabriel lenkt ein

Im Streit um rund 40.000 wirkungslose Rußpartikelfilter, die in Autos mit Dieselmotor eingebaut wurden, zeigt sich Umweltminister Sigmar Gabriel kompromissbereit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Minister will es nicht dabei belassen, einen Abteilungsleiter des Bundesumweltamtes, der zwar nichts für die fehlerhaften Prüfverfahren kann, aber dennoch die Öffentlichkeit informieren wollte, strafweise zu versetzen.

Gabriel hat darüber hinaus eine Analyse angeordnet, welche Fehler beim Filtereinbau aufgetreten sind. Die Experten entdeckten reihenweise Bauteile, deren Eignung als Rußfilter umstritten ist: Bierdosen (leer), Kaffeefilter der Marke "A & P" (Größe 4), Wattepads, Baumwollwindeln, Komplementärfarbenfilter (gebraucht) und Damenfeinstrumpfhosen.

Als Sofortmaßnahme hat Gabriel einen Austausch der Behelfsfilter angeordnet. Welcher Autofahrer aber mit wem tauscht, soll unbürokratisch vor Ort in den regresspflichtigen Fachwerkstätten entschieden werden.