Manager-Millionen: Mindestlohn, nach oben offen - DER SPIEGEL
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Manager-Millionen Mindestlohn, nach oben offen

Einige wenige schwarze Schafe, die trotz miserabler Leistung maximal abkassieren, gefährden den Ruf des deutschen Topmanagements. Glücklicherweise ist die politische Klasse entschlossen, die Gefährdung des sozialen Friedens ein für alle Mal zu beenden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Angela Merkel: "Ohne Wenn und Aber!"

Angela Merkel, Kanzlerin: "An dieser Stelle ein ganz entschiedenes Nein zu überzogenen Managerbezügen: Nein! Wir werden ungerechtfertigte Gehaltsansprüche kompromisslos in Grund und Boden appellieren!"

Michael Glos: "Aufpassen!"

Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister: "Einschränkungen sind immer auch eine Bedrohung; was ist, wenn jemand aus der Politik in die Wirtschaft wechselt, später mal?!"

Klaus Zumwinkel: "Keine Gefahr!"

Klaus Zumwinkel, Deutsche Post: "Immer wieder höre ich: 'Zwei Millionen abkassieren, wenn das nun jeder macht.' - Ich halte diese Angst für unbegründet."

Ludwig Georg Braun: "Ich selbst werde wohl bleiben..."

Ludwig Georg Braun, Präsident Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK): "Wir müssen verhindern, dass unsere deutschen Manager durch die wirtschaftsfeindliche Politik massenhaft ins Ausland getrieben werden!"

Mathias Döpfner: "Zwei Seiten..."

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer Verlag: "Erst die Pin AG ruinieren und jetzt auch noch die Vorstände. Nur weil man untere Einkommen künstlich aufblähen will. Für hohe gilt das andersrum genauso."

Josef Ackermann: "Nicht pauschal verurteilen!"

Josef Ackermann: "Bitte nicht generalisieren! Es gibt auch in Deutschland führende Wirtschaftsvertreter, deren Einkommen lediglich im einstelligen Milliardenbereich liegt."

Wendelin Wiedeking: "Bedenkenswert!"

Wendelin Wiedeking, Porsche: "Die Forderung aus der Politik, dass Manager zu Einsicht, Selbstreinigung und Selbstverpflichtung kommen müssten, ist ein richtiges und gutes Signal. Sollte man ruhig mal drüber nachdenken!"

Jürgen Schrempp: "Maß halten!"

Jürgen Schrempp, ehem. DaimlerChrysler AG: "Natürlich sind 50 Millionen im Vergleich zu Amerika nicht viel. Die Situation hier ist eben anders. Damit muss man sich abfinden."