Unternehmenskultur Frustrierte Arbeitnehmer
Sch.: "Im Großen und Ganzen zufrieden"
Dabei wirkt die Situation auf den ersten Blick durchaus positiv: Drei von vier Beschäftigten (77 Prozent) in Deutschland geben an, mit ihrer Arbeit im Großen und Ganzen zufrieden zu sein.
Arbeitspsychologen unterscheiden aber in jedem konkreten Fall noch einmal zwischen der Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber (im Beispiel nicht messbar) und mit sich (ca. 100 Prozent).
J.: "Festhalten!"
Die größte Gruppe stellen mit 37 Prozent der Beschäftigten die Passiv-Zufriedenen dar. Sie sind überdurchschnittlich zufrieden mit der Arbeit, zeigen aber eine damit verglichen geringe Einsatzbereitschaft und nur wenig Ansätze zur aktiven Gestaltung der persönlichen Arbeitssituation.
J.: "Viele Termine, schon, aber sonst, nö, ich wüsste gar nicht..."
Sch.: "Ja, bleiben!"
Gut drei Viertel der Befragten - 77 Prozent - möchten zwar noch mindestens fünf Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben, eine eindeutige Identifikation mit dem Unternehmen und eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen aber nur knapp zwei Drittel (je 63 Prozent).
Sch.: "Na ja, was heißt fünf Jahre?! Vielleicht wechselt ja auch der Arbeitgeber..."
G.: "In der Demokratie siegt die Mehrheit!"
Grundsätzlich können nur 40 Prozent der Beschäftigten als "umfassend engagiert" gelten.
G.: "Auf den Rhythmus kommt es an: Mal etwas ruhiger, und dann wieder ohne Hast."
S.: "Sehr besorgt!"
Der Untersuchung zufolge machte sich die Hälfte der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum Sorgen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, davon 18 Prozent "große Sorgen". Besonders besorgt sind die sehr jungen Mitarbeiter sowie die Über-50-Jährigen - hier liegt der Anteil der Besorgten bei etwa 60 Prozent.
S.: "Immer, wenn ich an meinen Arbeitsplatz denke, mache ich mir große Sorgen. Und wenn ich besorgt bin, denke ich an meinen Arbeitsplatz. Das ist sehr zeitaufwendig."
T.: "Bloß die Bezahlung, die lockt natürlich!"
Die desinteressierten Mitarbeiter haben einen Anteil von 14 Prozent unter den Beschäftigten. Besonderes Kennzeichen ist die grundsätzlich geringe Bedeutung, die sie der Berufstätigkeit geben.
T.: "Ich persönlich halte Berufstätigkeit für etwas sehr Wichtiges. Besonders für Frauen."
G.: "Zufrieden? Ich? Aber hallo!"
Die drittgrößte Gruppe mit 18 Prozent der Beschäftigten sind die Akut-Unzufriedenen. Sie zeigen eine im Vergleich sehr geringe Arbeitszufriedenheit und Identifikation und möchten ihre Firma möglichst schnell verlassen.
G.: "Es ist das Klima. Das ist bei uns im Betrieb nicht so gut."