Verhaltensforschung Sexuelle Attraktivität
Die - durchweg hochgewachsenen - Wissenschaftler begründen das bekannte Phänomen damit, dass lange Beine im Laufe der Evolution für Flucht und Überleben von Vorteil waren. Die demzufolge gesünderen Langbeinigen würden bei der Suche nach einem geeigneten Sexualpartner bevorzugt. In ihrer Studie widerlegen die polnischen Beinforscher zudem einige Irrtümer und räumen mit Vorurteilen auf.
Stimmt gar nicht!
Noch gibt es keinen einzigen zuverlässigen Beweis, dass die angeblichen "Endlosbeine", von denen immer wieder zu lesen ist, tatsächlich existieren. Sämtliche bekannten Beine, auch diejenigen, die den Durchschnitt um fünf Prozent überragen (sexuell besonders attraktiv), fangen unten an und hören weiter oben, ungefähr am Beinende, wieder auf. Einige Extremitätenkundler sehen das zwar genau andersherum, die Endlichkeit des menschlichen Beins konnten aber auch sie bislang nicht schlüssig widerlegen.
Extrem attraktiv!
Die unglaubliche sexuelle Attraktivität von Dirk Nowitzki steht außer Frage. Dennoch gibt der überragende Spieler von den Dallas Mavericks seinen Fans Rätsel auf.
Linksschwäche?
Anhänger und Sportjournalisten wissen: Nowitzkis linkes Bein ist deutlich kürzer als sein rechtes. Beim Basketballspielen stört das kaum. Beim Betrachten aber schon. So ist der Bewunderer beständig zwischen "Na und?" (links) und "Boah, geiler Typ!" (rechts) hin und her gerissen.
Offene Fragen
Eine Lücke der polnischen Beinstudie soll nicht verschwiegen werden: Der Zusammenhang zwischen Beinen und sexueller Attraktivität wurde leider nicht artübergreifend untersucht. So bliebt eine Reihe von Widersprüchen ungeklärt: Während beispielsweise Giraffen auf Giraffen durchaus anziehend wirken, ist das Interesse von Sodomiten an diesen langbeinigen Wesen auffällig schwach ausgeprägt.
Ausnahmen
Aus reiner Bescheidenheit, vermutlich wegen ihrer Nationalität, gehen die polnischen Forscher auf eine Reihe bekannter Anomalien, die der direkten Proportionalität zwischen langen Beinen und sexueller Anziehungskraft widersprechen, nicht näher ein.
Tricks
Wer unter zu kurzen Beinen leidet, kann durch raffinierte Techniken wenigstens für eine optische Verlängerung sorgen. So kann der Betrachter getäuscht werden, wenn der oder die Kurzbeinige Schuhe mit möglichst hohen Absätzen trägt. Als sehr wirksam gilt auch das Eincremen der Beine. Dazu eignet sich entweder eine Creme mit einer Schimmerlotion oder einfach nur mit einem Glanzfluid. Der Schimmer lässt die Beine makelloser und länger aussehen.
Alternativen
Menschen, die sehr genau wissen, dass sie ihre sexuelle Attraktivität weder durch Pumps noch Schimmerlotion steigern können, haben dennoch eine Chance. Der zwergenhafte amerikanische Darsteller Tom Cruise (1,43 m) wirkt vor allem durch Anwälte und geschätzte 250 Millionen Dollar.
Um noch attraktiver zu werden, will Cruise verstärkt in die Werbung einsteigen. So soll er mit dem Slogan "Grenzenlose Beinfreiheit!" für den Dreamliner von Boeing werben.