Fall Nokia: Der Irrsinn zieht Kreise - DER SPIEGEL
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Fall Nokia Der Irrsinn zieht Kreise

Riesenwirbel um Verbraucherschutzminister Horst Seehofer: Er werde, so hatte der ca. 56-Jährige am Freitag verkündet, aus Protest gegen die geplante Werksschließung in Bochum sein Nokia-Handy "zurückgeben".
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"Vollkommen undurchdacht und populistisch" nannte dies jetzt FDP-Generalsekretär Dirk Niebel (56), "ich selber werde mein Nokia-Handy zerstampfen und an die Wand werfen!". Als "halbherzig" empfindet das Hessens CDU-Chef Roland Koch (56): Er werde sein Nokia-Handy, so Koch, vor dem Zerstampfen noch mit "Schraubenziehern" und "Lötkolben" "einer kleinen Spezialbehandlung unterziehen", ehe es dann in ein "Schrottlager" in "Finnisch-Sibirien" abgeschoben werde.

Zur Mäßigung riet Kanzlerin Angela Merkel (CDU, 56): Handys, so die Physikerin, seien ja schließlich nur so kleine, technische Apparate, die für die Unwägbarkeiten der großen Wirtschaft nichts könnten - sie persönlich würde ihrem Nokia-Handy allenfalls einen kleinen Klaps verabreichen und in dessen Gegenwart ihre Motorola-, Siemens- und Ericsson-Handys "ein bisschen extra loben".

Scharfe Kritik an Seehofer übte auch die dralle Jenny, 19, aus dem bayerischen Obergoglfing: Ihr sei "noch völlig unklar", wie "Horstl" sie von nun an erreichen wolle.