Umzug: Rumänien lockt - DER SPIEGEL
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Umzug Rumänien lockt

Nokia will sich mit der Verlagerung der Produktion von Bochum nach Rumänien nicht automatisch von den deutschen Arbeitern verabschieden. Die Beschäftigten sollen die Chance bekommen, am neuen Standort weiterhin für den Handyhersteller tätig sein zu dürfen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Natürlich, daraus macht die Nokia-Führung kein Hehl, müssten sich die umzugswilligen Bochumer in der neuen Heimat mit weniger Lohn zufrieden geben. Doch Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo will vor allem die Vorzüge des Jobparadieses Rumänien speziell für deutsche Arbeiter hervorgehoben wissen:

- man kommt dort mit sehr viel weniger Geld aus, und zwar auch als Arbeitnehmer,

- Rüttgers zieht nicht mit,

- weil viele Rumänen nach wie vor Arbeit im Ausland suchen, ist der Konkurrenzdruck viel geringer,

- es gibt keine einseitige Sprachbarriere; die Bochumer können zwar kein rumänisch, dafür verstehen die Rumänen kein Ruhrdeutsch,

- als größten Trumpf sieht Kallasvuo aber den gesetzlichen Mindestlohn von 130 Euro: "Da dürfen wir gar nicht drunter bleiben, das wäre illegal!"