Super Tuesday: Entscheidet Hollywood die US-Vorwahlen? - DER SPIEGEL
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Super Tuesday Entscheidet Hollywood die US-Vorwahlen?

Diese Frage, die heute die Medien beschäftigt, ist nicht mit einem eindeutigen Ja oder Nein zu beantworten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Denn wen Hollywood bzw. ein Teil der dort ansässigen Wohnbevölkerung in den Endkampf ums Präsidentenamt hieven wird, hängt von den mitunter bizarren Vorlieben der Stars ab.

Missverständnis

"Yippie-ya-yeah, Schweinebacke!"

Wem Heldendarsteller Bruce Willis mit seinem eigenwilligen Statement zur Seite stehen wollte, war den meisten Wahlbeobachtern zunächst unklar.

Später stellte sich heraus, dass der Schauspieler den Wahlmodus nicht bis ins Detail durchschaut hatte und meinte, den Amtsinhaber zu unterstützen.

"Sorry, Mr Ex-President"

"…und ich werde Bill töten!"

Die zauberhafte Uma Thurman sieht ihr Bekenntnis zu Hillary Clinton als Akt weiblicher Solidarität. Bei Redaktionsschluss war noch offen, ob die Beteuerungen von Frau Clinton - "Ich habe ihm verziehen!" - die engagierte Schauspielerin umstimmen konnten.

Jetzt mit Sprechrolle!

"Hasta la vista, Baby!"

Die entschiedene Parteinahme des sensiblen Österreichers (sinngemäß: "Alles Gute für Ihren weiteren Wahlkampf, Sir!") gilt ohne Wenn und Aber dem republikanischen Spitzenkandidaten John McCain.

Nur wenn der es am Ende doch nicht schaffen sollte, will Schwarzenegger einen anderen unterstützen, am liebsten den späteren Sieger.

"Verwichste Vampire!"

"Verdammte Scheiße, ihr verwichsten Vampire, ich werde jeden Einzelnen von euch gottlosen, verfickten Scheißkerlen töten!"

Dieses - teilweise - emotionale Statement des wie immer stilsicheren George Clooney scheint eine generelle Distanz zum Politikbetrieb und dessen Akteuren auszudrücken. Seine Fixierung auf die männlichen Bewerber ("gottlose, verfickte Scheißkerle") lässt indes nur einen einzigen Schluss zu: Clooney unterstützt die ehemalige First Lady Hillary Clinton.

"Irgendwas mit Hauen"

"Es gibt keine harmlosen Zivilisten!"

Woher die Zivilistenphobie Sylvester Stallones rührt, ist im behandelnden psychiatrischen Team umstritten. Als am wahrscheinlichsten gilt die These, dass der Rambodarsteller realisiert hat, dass das Erschießen von Zivilisten immer dann zu Sympathieverlusten führt, wenn sie unbewaffnet waren.

Wer schließlich die Vorwahlen für sich entscheidet ist Stallone deshalb ziemlich gleichgültig, "Hauptsache nicht díese Zivilistin".