Saint-Exupéry & Kriegslehren Nie wieder!
Das Eingeständnis des Rebroff-Bruders Horst Rippert, er habe im Juli 1944 das Flugzeug des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry abgeschossen, hat nicht nur in Deutschland und Frankreich für Aufsehen und Erschütterung gesorgt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Auch in vielen anderen Staaten, in denen militärische Traditionen und Kriegskunst bis heute liebevoll gepflegt werden, ist vor allem nach der entscheidenden Äußerung Ripperts eine lebhafte Debatte entbrannt. "Wenn ich gewusst hätte, dass das Saint-Exupéry war, hätte ich niemals geschossen, niemals", hatte Rippert bekannt.
Als erste haben die USA, Großbritannien und die Taliban auf dieses Bekenntnis reagiert. Ab sofort sollen Kriegsteilnehmer, deren Überleben für die Nachwelt von Interesse sein könnte, mit gut sichtbaren Vermerken wie "Lieblingsautor?", "Hochbegabt!!", "Prinz!!!" oder "Sehr beliebt, auch im Ausland!" vor einem unbedachten Abschuss geschützt werden.