Klein-Aktionäre aufgepasst! Bizarr: Telekom klagt zurück
Sie sehen sich betrogen, weil der Konzern seine Immobilien im Jahr 2000 um 2,5 Milliarden Euro zu hoch bewertet hatte.
Die Anwälte der Telekom planen, die Interessen des Unternehmens mit einer Doppelstrategie zu vertreten. So wollen sie vehement das Recht auf beschönigende Darstellungen, Informationsverknappung sowie Betrug beziehungsweise Werbung geltend machen.
Zugleich beabsichtigen sie, massiv gegen diejenigen Anleger vorzugehen, die bei der zu verhandelnden dritten Tranche des Börsengangs leer ausgingen. Die Aktie hatte seinerzeit einen Ausgabekurs von 66,50 Euro. Da die Nachfrage immens war - die Ausgabe der 200 Millionen Aktien war 3,5-fach überzeichnet - blieben damals anlagewillige Menschen auf vielen Milliarden Euro sitzen. Heute stünden diese nicht ausgegebenen Aktien nur noch bei etwa einem Sechstel des damaligen Kurses. "Dieser nicht entstandene Verlust", so die offensive Argumentation der Telekom, "ist dem Unternehmen entgangen und somit durch die erfolglosen Anleger zu ersetzen."
Da mit einem längeren Prozessverlauf zu rechnen sei, solle vorab bei Maybrit Illner "über alles gesprochen werden".