Frankreich wächst Mehr Meer!
Die französische Anwartschaft auf diese Territorien ist nachvollziehbar begründet: der Festlandsockel! Klingt logisch. Die einzige Tücke: Weckt der nur zu verständliche Wunsch Frankreichs womöglich auch anderswo Begehrlichkeiten?
Österreich: "Machen wir in aller Bescheidenheit...
...darauf aufmerksam", argumentiert Österreichs Regierungschef Alfred Gusenbauer, "dass unser Land zwar nicht über Küsten, aber nachweislich über Schwimmer verfügt!"
Die Alpenrepublik beansprucht daher pro Person mit entsprechendem Befähigungsnachweis Meeresfläche mit den Dimensionen einer 50-Meter-Bahn, ruhige Gewässer werden bevorzugt.
Andorra: "Gerade für uns als...
...Zwergstaat hat der Schutz der Zwergwale natürlich Priorität!", begründet Albert Pintat Santolària, Regierungschef des Wintersport- und Steuerparadieses die Ambitionen des Pyrenäenstaates.
Um die vergleichsweise kleinen Meeressäuger optimal hegen und pflegen zu können, beansprucht Andorrra zwar sämtliche Ozeane für sich, verzichtet jedoch ausdrücklich auf die Rechte an Nord- und Ostsee, da sich die Tiere dorthin nur äußerst selten verirren.
Afghanistan: "Nicht das ganze...
...uns reicht schon ein Teil des Arabischen Meeres!"
Der afghanische Präsident begründet diese Forderung mit der derzeitig sicherheitspolitisch ungünstigen Binnenlage seines Landes. Folgt die Weltgemeinschaft seinem Antrag, könnte US-Präsident Bush sein ursprüngliches Vorhaben, Flugzeugträger vor der afghanischen Küste zu stationieren, endlich verwirklichen.
Mallorca: "Wir brauchen tausende kleinere Wasserflächen...
...wir denken da den Wannsee, das Steinhuder Meer, den Bodensee sowie sämtliche deutschen Freibäder."
Es ginge dabei weniger um Gebietsansprüche, erläutert der spanische Regierungschef Zapatero die Absichten der Region Mallorca, sondern um die Möglichkeit, sich an den Ufern der neuen spanischen Gewässer um die potenziellen Mallorca-Reisenden zu kümmern. Nirgendwo sei das so nachhaltig möglich, wie gleich an Ort und Stelle.
Indonesien: "Wir erheben keinerlei...
...Ansprüche auf weitere Meeresgebiete!"
Die klare Aussage des indonesischen Prädidenten Susilo Bambang Yudhoyono nimmt wenigstens teilweise den Druck von der Uno, die versucht, die Kämpfe um Neuaufteilung der Weltmeere zu moderieren.
Der indonesische Regierungschef, der nebenberuflich als Staatsoberhaupt tätig ist, will lediglich die sinnentstellende Schreibung "Indischer Ozean" durch das Einfügen der vier Buchstaben "ones" hinter dem "d" korrigiert wissen. Dass mit der korrekten Schreibweise auch automatisch die Zugehörigkeit des Ozeans klar werde, sei ganz natürlich.