Verleumdet & verkannt: Ölkonzerne mit menschlichem Antlitz - DER SPIEGEL
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Verleumdet & verkannt Ölkonzerne mit menschlichem Antlitz

Die steigenden Benzinpreise verführen viele Kunden dazu, schlecht über ihre Versorger zu sprechen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Von "Gier" und "Maßlosigkeit" ist die Rede, die führenden Köpfe der Unternehmen werden mitunter gar mit Schmähungen wie "Kapitalisten" überzogen. Dabei haben auch Weltkonzerne mit Hemmnissen und Rückschlägen zu kämpfen, die sie gnadenlos dazu zwingen, das Preisgefüge ihrer Produkte an veränderte Bedingungen anzupassen.

Shell: "Völlig ausgetrocknet!"

Shell: Nach fehlender Abstimmung im Sekretariat der Personalabteilung ist eine Büropflanze (Bubikopf) nach Angaben der Firmenleitung "irreversibel dehydriert - was das für die Benzinpreise bedeutet, können Sie sich ja wohl selbst ausrechnen".

ExxonMobil: "Tückischer...

...Papierstau am Kopierer in der Hauptniederlassung, mehrere angeknitterte Blätter mussten vernichtet werden."

British Petrol: "Ungeplante Investition"

BP (Aral): "Menschliches Versagen! Frau Hastings hat eines der Ikea-Rotweingläser 'Ivrig' unsachgemäß in den Geschirrspüler einsortiert. Es hat einen Sprung. Doppelte Kosten, Entsorgung und Ersatzinvestition! Die wollen wir aber natürlich nicht auf unsere Mitarbeiterin abwälzen."

ConocoPhillips: "Glück im Unglück"

ConocoPhillips (JET): "Wegen eines morgendlichen Unwohlseins des Finanzvorstandes" (Kater) "wurde die Frühpreiserhöhung nicht zeitnah an die Kunden übermittelt. Wir befürchteten schon, uns bei ihnen entschuldigen zu müssen. Da aber glücklicherweise am Vorabend schon mal eine präventive Preiserhöhung rausgegangen war, ist es noch mal glimpflich gelaufen."

ElfTotal: "Gründe?"

ElfTotal, Direktor Marketing: "Nö, einfach so."