Bauern-Terror: Milchverbraucher bleiben skeptisch - DER SPIEGEL
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Bauern-Terror Milchverbraucher bleiben skeptisch

Die deutschen Milchverbraucher beurteilen den Boykott der Milchbauern skeptisch. Insbesondere die Ankündigung, überschüssige Milch in die Gülle zu schütten, stößt "bei allem Verständnis" auf wenig Verständnis.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Milch", so Erna W. aus Sachsen-Anhalt vor 50 Litern "H fettarm" im Einkaufswagen, "so eklig auch manche Sorten davon schmecken und riechen mögen, gehört einfach nicht auf den Acker. Warum machen die nicht besser Sonnenmilch draus?" Ihre Freundin, Isolde O., erinnert sich noch lebhaft an "eine sehr, sehr gute Protestaktion", die kürzlich stattgefunden habe. Damals habe ein ortsansässiger Bauer aus Protest massig Milch und Butter verschenkt. Das sei eine Aktion gewesen, die sie voll und ganz unterstützt habe, von ihr zehre sie noch heute und müsse jetzt nicht wie ihre Freundin Erna Milchprodukte hamstern. Natürlich sei es schon traurig, "dass die Bauern auf diese Art und Weise auf sich aufmerksam machen müssen." Eigentlich sollte es längst eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie ihre Milchprodukte umsonst abgäben.