Bedrohte Arten Die Streubombe
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) entpuppte sich als gnadenloser Gegner der Streubombe und setzte die Militärs auch zeitlich unter Druck: Ab 2015 dürfen sie die Cluster-Munition nicht mehr einsetzen!
Zu robust?
Streubomben sind zäh. Wenn sie herunterfallen, gehen viele der kleinen Sprengkörper aufgrund eines absatzorientierten Tricks der Hersteller nicht kaputt. Sie müssen aufwendig per Hand eingesammelt werden, um sie erneut runterfallen lassen zu können. Zu teuer, zu personalintensiv!
Alle zerstören!
Innerhalb von acht Jahren will Verteidigungsminister Jung sämtliche Streubombenvorräte der Bundeswehr vernichten. Ob dazu die derzeit zur Verfügung stehenden Sprengplätze Afghanistan und Irak ausreichen, wird von Militärs bezweifelt.
Alternativen?
Die achtjährige, allerletzte Schonfrist für die Streubombe ist laut Minister Jung auch deshalb nötig, um bis dahin "ausreichend alternative Munition" zu beschaffen.
Jung will - nach einer Idee des amerikanischen Präsidenten Bush, der im Waffenbereich auf Intelligenz setzte - möglichst "intelligente Bomben" beschaffen.
Entschädigungen für Opfer!
Ohne Wenn und Aber trägt der deutsche Verteidigungsminister den Dubliner Beschluss mit, den Opfern von Streubomben eine Entschädigung zu zahlen.
Nach Darstellung von Jung hat das aber keine Auswirkungen auf den momentanen Einsatz der Waffe. Denn: "Um eine Entschädigung in Anspruch nehmen zu können, muss man erst einmal Opfer werden!"
Hoffnung auch für Taliban!
Sollten sie die nächsten acht Jahre durchhalten, können sich die militärischen Gegner Deutschlands ab 2015 waidgerecht zur Strecke bringen lassen.